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Fachgebiete

Fachgebiete der medizinischen Rehabilitation einfach erklärt

Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, was die einzelnen Fachgebiete der Rehabilitation beinhaltet, haben wir zu jedem Bereich eine (unvollständige) Liste von Beispielen angefügt. Wir erheben weder Anspruch auf die Richtigkeit der in den Listen aufgeführten Beispiele noch auf deren Vollständigkeit. Die einzelnen Behandlungsformen unten im Überblick.
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Dermatologische Rehabilitation

Fokus: Behandlung von Hauterkrankungen und deren funktionellen sowie ästhetischen Folgen.

Typische Indikationen:

  • Chronische Hauterkrankungen: z. B. Psoriasis (Schuppenflechte), Neurodermitis.
  • Nachbehandlung von Hautoperationen: z. B. nach Entfernung von Hauttumoren, Hauttransplantationen.
  • Narbenbehandlung: Verbesserung der Hautelastizität, Reduktion von Schmerzen und funktionellen Einschränkungen.

Ziel: Linderung von Symptomen, Verbesserung der Hautfunktion und Wiederherstellung der Lebensqualität.

Geriatrische Rehabilitation

Fokus: Rehabilitation betagter Menschen mit Mehrfacherkrankungen zur Erhaltung der Selbstständigkeit.

Typische Indikationen:

  • Multimorbidität mit Mobilitäts- oder Alltagsdefiziten.
  • Kognitive Einschränkungen bei gleichzeitigem Rehabilitationsbedarf.
  • Postoperativer Zustand, z. B. nach Hüft- oder Wirbelsäuleneingriffen.

Ziel: Förderung von Mobilität und Selbstständigkeit, Vermeidung von Pflegebedürftigkeit und Reduktion des Sturzrisikos.

Gerontotraumatologie

Fokus: Rehabilitation älterer Patienten nach Frakturen und unfallbedingten Einschränkungen.

Typische Indikationen:

  • Frakturen im Alter: z. B. Oberschenkelhalsbruch, Wirbelkörperfrakturen durch Osteoporose.
  • Postoperative Rehabilitation nach Gelenkersatz oder anderen orthopädischen Eingriffen.
  • Folgen von Stürzen mit Mobilitätseinschränkungen.

Ziel: Erhalt oder Wiederherstellung der Selbstständigkeit, Schmerzreduktion und Sturzprävention.

Internistisch-Onkologische Rehabilitation

Fokus: Ganzheitliche Betreuung von Patientinnen und Patienten nach schwerwiegenden internistischen oder onkologischen Erkrankungen.

Typische Indikationen:

  • Nachsorge bei Tumorerkrankungen, z. B. Brust-, Darm-, Lungenkrebs.
  • Chronische internistische Erkrankungen wie Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen, Autoimmunerkrankungen.
  • Fatigue-Syndrom, Schmerz- und Gewichtsproblematiken nach Chemotherapie.

Ziel: Verbesserung der körperlichen Erholung, psychische Stabilisierung und Reintegration in Alltag und Berufsleben.

Kardiale Rehabilitation

Fokus: Nachsorge und Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit nach kardiovaskulären Ereignissen.

Typische Indikationen:

  • Herzinfarkt, Herzoperationen (z. B. Bypass, Klappenersatz).
  • Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen.
  • Zustand nach Implantation von Herzschrittmachern oder ICD.

Ziel: Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit, Schulung im Umgang mit der Erkrankung und Senkung des kardiovaskulären Risikoprofils.

Muskuloskelettale Rehabilitation

Fokus: Wiederherstellung der Funktion und Belastbarkeit des Bewegungsapparates.

Typische Indikationen:

  • Chronische Rückenschmerzen: z. B. Bandscheibenvorfälle, degenerative Wirbelsäulenerkrankungen.
  • Gelenkerkrankungen: z. B. Arthrose, rheumatische Erkrankungen.
  • Postoperative Rehabilitation: z. B. nach Gelenkersatz, Kreuzband- oder Sehnenrekonstruktionen.

Ziel: Schmerzlinderung, Funktionsverbesserung und Vermeidung weiterer degenerativer Schäden.

Neurologische Frührehabilitation

Fokus: Frühzeitige Rehabilitation nach akuten neurologischen Ereignissen zur Vermeidung von Langzeitfolgen.

Typische Indikationen:

  • Akute Phase nach Schlaganfall: Frühmobilisation und funktionelle Förderung.
  • Schwere Schädel-Hirn-Traumata: z. B. nach Unfällen mit Bewusstseinsstörungen.
  • Neuromuskuläre Erkrankungen: z. B. Guillain-Barré-Syndrom, schwere Myasthenie-Krisen.

Ziel: Frühzeitige Förderung der funktionellen Erholung, Vermeidung von Sekundärkomplikationen und Vorbereitung auf weiterführende Rehabilitation.

Neurologische Rehabilitation

Fokus: Rehabilitation von Erkrankungen und Funktionsstörungen des zentralen und peripheren Nervensystems.

Typische Indikationen:

  • Schlaganfallfolgen in der weiterführenden Rehabilitationsphase.
  • Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, ALS
  • Periphere Nervenschädigungen, z. B. nach Operationen oder Traumata

Ziel: Wiederherstellung motorischer, kognitiver und alltagspraktischer Fähigkeiten sowie Unterstützung bei der Rückkehr in Beruf und Alltag.

Pädiatrische Rehabilitation

Fokus: Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen mit angeborenen oder erworbenen Einschränkungen.

Typische Indikationen:

  • Angeborene neurologische Erkrankungen: z. B. Infantile Zerebralparese, Spina bifida.
  • Nach Unfällen: z. B. Schädel-Hirn-Trauma, Polytrauma mit motorischen oder kognitiven Einschränkungen.
  • Chronische Erkrankungen: z. B. Mukoviszidose, Muskeldystrophie, angeborene Herzfehler.

Ziel: Unterstützung der körperlichen, kognitiven und sozialen Entwicklung zur Förderung der Teilhabe im Alltag.

Paraplegiologische Rehabilitation

Fokus: Ganzheitliche Rehabilitation von Patientinnen und Patienten mit Rückenmarksverletzungen und Querschnittlähmungen.

Typische Indikationen:

  • Traumatische Querschnittlähmung: z. B. nach Verkehrsunfällen oder Stürzen.
  • Nicht-traumatische Rückenmarksschädigungen: z. B. Tumoren, Infektionen, vaskuläre Ursachen.
  • Rehabilitationsnachsorge nach Akutphase in spezialisierten Zentren.

Ziel: Wiedererlangung der Selbstständigkeit, Förderung der Mobilität, Blasen-/Darmmanagement sowie psychosoziale Stabilisierung und Teilhabe.

Psychosomatische Rehabilitation

Fokus: Behandlung von funktionellen Störungen, die durch psychische und körperliche Faktoren beeinflusst werden.

Typische Indikationen:

  • Stressbedingte Erkrankungen: z. B. Burnout-Syndrom, Depression mit somatischen Beschwerden.
  • Chronische Schmerzen: z. B. Fibromyalgie, funktionelle Schmerzsyndrome ohne organische Ursache.
  • Essstörungen: z. B. Anorexie, Bulimie, Binge-Eating-Störung.

Ziel: Erhalt oder Wiederherstellung der Selbstständigkeit, Schmerzreduktion und Sturzprävention.

Pulmonale Rehabilitation

Fokus: Verbesserung der Lungenfunktion und Belastbarkeit bei chronischen Atemwegserkrankungen.

Typische Indikationen:

  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD): Verbesserung der Atemeffizienz und Leistungsfähigkeit.
  • Asthma bronchiale: Schulung zu medikamentöser Therapie und Atemtechniken.
  • Postoperative Rehabilitation nach Lungenoperationen: z. B. Lungenresektionen, Lungentransplantation.

Ziel: Steigerung der körperlichen Belastbarkeit, Verbesserung der Atemtechnik und Verminderung der Symptomlast.

Überwachungspflichtige Rehabilitation

Fokus: Rehabilitation von Patienten mit erhöhtem medizinischen Überwachungsbedarf.

Typische Indikationen:

  • Schwere Herzinsuffizienz: Patienten mit implantierten LVAD-Systemen oder kürzlich erfolgtem kardialen Eingriff.
  • Komplexe neurologische Zustände: z. B. Patienten mit Tracheostoma, Beatmungsabhängigkeit.
  • Multimorbide Patienten mit instabilen Gesundheitszuständen: z. B. Patienten mit terminalen Organinsuffizienzen.

Ziel: Gewährleistung einer sicheren Rehabilitation mit kontinuierlicher medizinischer Betreuung, Vermeidung von Dekompensationen und Förderung der funktionellen Stabilität.